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Projektunterricht

Projektunterricht in der IGS List

Der Projektunterricht bildet seit Gründung der IGS List einen pädagogischen Schwerpunkt der Schule. Er findet regelmäßig statt und ist als Unterrichtstunde (80 Minuten) im Stundenplan ausgewiesen.
Ein Merkmal des Projektunterrichts ist, dass Schüler/innen für einzelne Arbeitsschritte oder auch für das ganze Projekt selbstständige Entscheidungen treffen und diese umsetzen. Sie können das Thema, die Art der Recherche, den Herstellungsprozess oder die Art des Produkts betreffen. Für jüngere Schüler/innen sind die Freiräume eingegrenzt, um sie nicht zu überfordern. So ist beispielsweise das Oberthema vorgegeben oder es liegt ein Materialpaket für die Recherche bereit. Zunehmend geht der gesamte Prozess in die Hände der Schüler/innen über, die Lehrkräfte haben eine beratende Funktion und achten auf einen kontinuierlichen Arbeitsprozess.
Ein weiteres Merkmal dieses Unterrichts ist die Vorgabe, dass ein Produkt erstellt werden muss, das vor der Klasse oder in einem größeren Rahmen präsentiert wird. Die Schüler/innen erhalten von der Lehrkraft und ihren Mitschüler/innen eine Rückmeldung zu ihrer Arbeit. Produkte können handwerkliche Gegenstände, Theaterszenen, Präsentationen oder auch Dokumentationen sein.
Projektunterricht und projektorientiertes Arbeiten als Arbeitsphase im Fachunterricht wirken motivierend auf die Schüler/innen, die sich häufig über das geforderte Maß hinaus engagieren.

Projektunterricht in den Jahrgängen 5 und 6

In den Jahrgängen 5 und 6 wird die Projektstunde von zwei Lehrkräften betreut.

Die Themen lauten:

  • 5- Orientierung in Schule und Stadtteil
  • 5- Über den Tellerrand schauen – Niedersachsen, Deutschland und die Welt
  • 5- Haus- und Heimtiere
  • 5- Urgesellschaften
  • 6- Nord- und Ostsee
  • 6- Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus
  • 6- Römer und Germanen
  • 6- Kinderrechte – Kinderpflichten

Die Themen sind in den Unterricht der Fächer Gesellschaftslehre oder Naturwissenschaften eingebunden. Wo immer möglich, werden außerschulische Lernorte mit einbezogen. Unser Anliegen eine bewegte Schule zu sein, findet sich auch im Projektunterricht wieder. Die Schüler/innen benutzen für den Besuch außerschulischer Lernorte in Hannover und der Region soweit wie möglich das Fahrrad. Als Teil des Projekts planen sie die Fahrten und führen sie auch möglichst selbständig in kleinen Gruppen durch.

Projektunterricht in den Jahrgängen 7 und 8

In diesen Jahrgängen ist der Projektunterricht als Arbeitsform in den Fachunterricht integriert. Außerdem nutzt der 7. Jahrgang die Landheimwoche als Projektwoche. Das Jahrgangsteam einigt sich dabei auf ein Oberthema. Die Projekte können klassenbezogen oder klassenübergreifend sein und reichen von Tagesaktivitäten in Hannover bis zu wochenfüllenden sportlichen Touren.

Projektunterricht in den Jahrgängen 9 und 10

Im 9. Jahrgang gibt es eine Projektstunde pro Woche, die dem Fach Gesellschaftslehre zugeordnet ist. Die Schüler/innen wählen aus der Unterrichtseinheit jeweils ein gesellschaftspolitisches Thema und bearbeiten es selbstständig und intensiv. Während der Unterrichtseinheit Klimawandel: Wie schützen wir unseren Lebensraum, arbeiten die Schüler/innen ca. 12 Wochen an einem BNE Projekt genutzt (Bildung nachhaltige Entwicklung). Schüler/innen wählen sich ein Thema zum Thema Nachhaltigkeit aus, entscheiden, in welches Fach (Gesellschaftslehre, Mathematik oder Naturwissenschaften) die Bewertung eingehen soll und suchen sich einen Mentor/eine Mentorin. Am Ende steht ein Projektbericht und eine Projektpräsentation. Die Fachlehrkraft Gesellschaftslehre begleitet und bewertet den Arbeitsprozess durch regelmäßig stattfindende Projektgespräche.
Im 10. Jahrgang führen die Schüler/innen ein freies Projekt durch. Sie müssen sich für ihr Thema eine Lehrkraft suchen, die sie fachlich unterstützen kann und die die Bewertung in die Jahresnote einfließen lässt. Die betreuende Lehrkraft der Projektstunde hat die Aufgaben, den Arbeitsprozess zu beobachten und Schüler/innen in ihrer Selbstorganisation zu unterstützen. Das Projekt verläuft über etwa 8 Monate. Das Interesse ist bei einigen Schüler/innen so groß, dass sie auch in der Freizeit an ihren Produkten arbeiten und Geld investieren. Das Projekt schließt mit einer Projektwoche und einer Präsentation für Eltern sowie Schüler/innen des 9. Jahrgangs ab.

Das Projekt Herausforderung im 8. Jahrgang als Wahlangebot

In diesem Projekt sollen sich Schüler/innen bewähren, ihre Grenzen erfahren, sich erproben und Leistungen erbringen, auf die sie stolz sein können. Eine Vision zu haben, sich Ziele zu setzen, und zu verfolgen, Herausforderungen zu bestehen und dabei Erfahrungen von Selbstwirksamkeit zu machen, fördert Anstrengungsbereitschaft, Entdeckungsfreude, Unternehmensgeist, Wagemut, Risikobereitschaft, Verantwortungsgefühl und Selbstbewusstsein. Kinder brauchen immer wieder Gelegenheit, etwas zu erfahren, was unter die Haut geht, was sie berührt und begeistert. Selbstvertrauen und Zuversicht sind Fähigkeiten, die in den Menschen wachsen müssen, nicht von außen, sondern von innen. Davon sind wir überzeugt.

Die Schüler/innen müssen sich am Ende des 7. Schuljahrs für die Teilnahme an dem Projekt bewerben und dafür eine ansprechende Begründung schreiben. Etwa ein Viertel eines Jahrgangs bewirbt sich erfolgreich. Im 8. Schuljahr findet zur Vorbereitung eine AG statt. In kleinen Gruppen suchen sich die Schüler/innen Herausforderungen, planen sie selbständig und führen sie am Ende des Schuljahrs auch selbständig durch. Die Dauer beträgt 8 bis 10 Tage, die Kosten für alles, einschließlich Übernachtung, Verpflegung und Fahrtkosten sind auf 70 € begrenzt. Nur die erwachsenen Begleiter/innen der Gruppen haben ein Notfallhandy mit dabei. Sie dürfen auch nur im Notfall in die Entscheidungen der Gruppe eingreifen. Im Anschluss an das Projekt berichten die Schüler/innen in einer öffentlichen Veranstaltung von ihren Aktionen und Erfahrungen.

Das Projekt „Soziale Verantwortung“ im 9. Jahrgang als Wahlpflichtkurs

Etwa 40-45 Schüler/innen des 9. Jahrgangs, die nicht die 2. Fremdsprache gewählt haben, nehmen am Wahlpflichtkurs „Soziale Verantwortung“ teil. Sie übernehmen Verantwortung für einen anderen Menschen außerhalb der Schule. Das können alte hilfsbedürftige Menschen sein oder auch Grundschüler/innen, die Unterstützung brauchen. Die Schüler/innen sollen erkennen, dass sie mit ihren Fähigkeiten und ihrem Engagement anderen Menschen helfen können. Das soll einerseits ihr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein stärken, andererseits aber auch eine humane Dienstleistung in einer demokratischen Gesellschaft sein.

Projekt- und Aktionswochen in der IGS List

Im April und in der letzten Schulwoche findet eine Projekt- und Aktionswoche mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten statt.

Jahrgang 1. Thema  2. Thema 3. Thema 
5 Mobilität mit Fahrradprüfung Zoowoche Klassenfahrt
6 Müll Wasser, Besuch einer Kläranlage Klassenfahrt zum Thema Wasser
7 Abenteuerwoche Vorbereitung Sozialpraktikum, Klassenaktionen Malawi
8 Sozialpraktikum Auslandsfahrten Respekt und Höflichkeit/ Berufsorientierung
9 Betriebspraktikum Berufsorientierung Theaterprojekt
10 Abschlussfahrt Abschluss freies Projekt Fit 4 Future