Die Inklusion darf nicht stocken

 

Die Inklusion stockt – was Schulen brauchen, damit das gemeinsame Lernen gelingt

Dienstagvormittag, zweite Stunde an der Integrierten Gesamtschule (IGS) List in Hannover. Mathe in der 5f. „Achsensymmetrie“ ist das Thema. 25 Kinder arbeiten an Gruppentischen. Ein paar zeichnen mit dem Zirkel gemeinsam Kreise, einige rechnen Aufgaben, ein paar machen nichts und quatschen. Eine Lehrerin und ein Lehrer gehen von Tisch zu Tisch, dorthin, wo sie gerufen werden. Soweit, so normal. Läuft, würden die Fünftklässler sagen. Frage: Wer sind die fünf Inklusionsschüler mit Förderbedarf?

Auf den zweiten Blick sind die Besonderheiten zu erkennen. Ein Mädchen führt den Zirkel mit spastisch verkrümmter Hand. Bei ein paar Jungs und Mädchen sehen die Arbeitsblätter anders aus, sie sind übersichtlicher gestaltet und haben einfachere Aufgaben. Gegen Ende der Stunde wird es unruhig. Zwei Jungs sollen an einem Stehtisch arbeiten. Einer von ihnen stößt zwischendurch seinen Kopf gegen die Tafel.

Autismus, Lernbehinderung und Körperbehinderung sind die Besonderheiten in dieser Klasse. „Das funktioniert nur gut, wenn zwei Lehrer im Unterricht sind“, sagt Mathe-Lehrer Dirk Tönnies. „Der tägliche Spagat ist riesig.“ Er muss seinen Unterricht nicht nur auf die Behinderungen abstimmen, sondern auch auf die unterschiedlichen Lernniveaus von Hauptschule bis Gymnasium – die IGS ist eine Gesamtschule. „Aber es geht natürlich. Dabei lerne ich von der Förderlehrerin und sie von mir Mathe“, sagt Tönnies.

Respekt „Wie geht ‚warme Dusche‘?“ steht auf einem Plakat an der Wand und liefert dutzende Beispielsätze mit: Du bist humorvoll, du kannst toll zeichnen, du hörst gut zu und so weiter. Der respektvolle Umgang ist allgegenwärtiger Teil des Lehrplans. Zum Schulstart in der fünften Klasse bekommen alle Kinder ein Sozialtraining per Coach. „Inklusion muss früh angebahnt werden, damit es selbstverständlich wird“, erklärt Gertrud Schapöhler, die Fachbereichsleiterin Inklusion an der Schule.

Etwa sieben bis neun Prozent der Schüler haben einen Förderbedarf. Aber es gibt in jedem neuen Jahrgang viele „Wundertüten“, so nennen die Pädagogen die Schüler ohne festgestellte Diagnose aber Bedarf an extra Unterstützung. Drei feste Fachpädagoginnen für Lernbehinderung gehören zum IGS-List-Schulteam, dazu kommt eine weitere für geistige Entwicklung, die von der Förderschule abgeordnet ist. Es sollen seit langem vier feste Förderlehrer sein, das wurde ihnen vom Land zugesagt. Sie ziehen genervt die Augenbrauen hoch, wenn das Thema darauf kommt.

Das Angebot beeindruckt. Es gibt Extra- räume, um in kleinen Teams zu lernen und eine „soziale Gruppe“, in der Konflikte gemeinsam besprochen werden. Es gibt Hühner und einen Garten. Lehrerteams werden nach Bedarf umgestellt, wenn es für die Schüler nötig ist und Wände werden auch mal versetzt, damit es passt. Die IGS List wurde 2018 mit dem zweiten Platz des Deutschen Schulpreises ausgezeichnet.

Ausnahme Auch zwölf Jahre nach Unterzeichnung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland ist inklusiver Unterricht wie an der IGS List die Ausnahme, nicht die Regel. Eine Untersuchung im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung und der Deutschen Schulakademie zeigt, dass der Inklusionsprozess stockt. Der Anteil der inklusiv beschulten Förderschüler an allen Schülern betrug 2,7 Prozent im Jahr 2015 und 3,4 Prozent im Jahr 2019. Viele Eltern von Kindern mit Behinderung wählen für ihr Kind weiter die Förderschule.

Manche werden gleich zu Anfang abgewimmelt. Wie etwa Andrea Köring, die ihre Tochter Sophie bei der Grundschule in der Nachbarschaft im Norden Berlins anmelden wollte. Die zwei älteren Kinder der Pädagogin waren hier zur Schule gegangen. Sophie kam als Frühgeburt zur Welt und ist entwicklungsverzögert. Zu ihren Schwächen gehört, dass sie sich schlecht orientieren kann. „Die Schule ist sehr klein, das hätte Sophie gut hinbekommen“, sagt Andrea Köring.

Aber der Schulleiter erklärte, die zusätzlichen Stunden für Sophies Förderbedarf würde er bei einem Lehrer-Ausfall dafür verwenden, den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten – nicht für ein einzelnes Kind. Und er hätte ohnehin nicht genügend Lehrer. Andrea Köring hat sich schweren Herzens für die Förderschule für körperliche Entwicklung entschieden. „Bereut habe ich das nicht. Die Fördermöglichkeiten sind hier einfach viel besser.“

Auch dort, wo Schulen bereit für Inklusion sind, läuft es nicht immer glatt. Wie bei Nik, einem groß gewachsenen 17-Jährigen mit Basecap und offenem Blick. Er hat eine Intelligenzminderung und motorische Probleme. Mikrozephalie lautet seine Diagnose, eine angeborene Verkleinerung des Schädels. Nik besuchte sechs Jahre lang als Inklusionsschüler eine Montessori-Schule in Berlin. „Er war zwar dabei, aber er wurde nicht wirklich gefordert und gefördert“, so die Erfahrung seiner Mutter Axinja Heydolph. „An seinen Entwicklungsstand angepasste Aufgaben gab es nicht.“

Stattdessen merkte sie, wie seine Fähigkeiten im Rechnen und Lesen immer schlechter wurden. Als nach der sechsten Klasse der Wechsel in die weiterführende Schule anstand, gab es eine Hilfekonferenz: „Da wurde mir klar, dass die Schule keinen Plan hatte, wie sie Nik fördern konnte“, sagt Heydolph. „Und auch auf die Frage, was danach beruflich passieren könnte, hatte sie keine Antwort.“ Trotz tollem Engagement einzelner Lehrer zog sie die Reißleine. Nach einigen Probetagen an einem Förderzentrum für Körperbehinderung wollte Nik wechseln. Dort ist er jetzt in einer Klasse für geistig Behinderte.

Druck Was gefällt ihm an seiner neuen Schule? Nik sitzt im Gartenstuhl auf der Terrasse seines Elternhauses. Die Badetasche steht bereit, er will später noch zum Schwimmen. „Alles“, sagt Nik. „Ich lerne jetzt einfach mehr, mehr Mathe und mehr Deutsch.“ An der alten Schule, sagt er, „haben sie nicht mal gemerkt, wenn ich für die Aufgaben einen Taschenrechner benutzt habe“. Hatte er dort Schulfreunde? „Die Mitschüler waren alle freundlich. Aber wenn ich mich verabreden wollte, hieß es: Ich hab doch keine Zeit.“ Die Mutter hat den Eindruck, dass „viel Druck von ihm abgefallen ist, seit er auf dem Förderzentrum ist“.

Heinz-Peter Meidinger, der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, fordert, erst die Regelschulen besser für die Inklusion auszustatten, bevor Förderschulen geschlossen werden. „Mich erreichen wöchentlich Klagen der Lehrer, dass die nötigen Zusatzstunden für Inklusionsschüler einfach nicht genehmigt werden. Sie fühlen sich oft als Einzelkämpfer und fachlich total überfordert.“ Kleinere Lerngruppen, zusätzliche Lehrerstunden und das Zwei-Lehrer-Prinzip seien die Bedingungen, damit Inklusion gelingen kann. „Das ist eine Kostenfrage und beim derzeitigen Lehrermangel auch ein Personalproblem.“

Meidinger hat jahrelang an einem Gymnasium im bayerischen Deggendorf Erfahrung mit Jugendlichen mit Hörbehinderung und mit Autismus-Spektrum-Störungen gemacht. Sein erster Schüler, der mit einer starken Hörbehinderung von einer Spezialschule auf sein Gymnasium kam, hat das Abitur gemacht. Meidinger plädiert für mehr Mut bei der Inklusion: „Es wird nicht immer gelingen, aber man sollte es viel öfter versuchen.“

Zurück zur IGS List nach Hannover. Was ist der springende Punkt, damit Inklusion so selbstverständlich wird wir hier? Es gibt ein paar, sagt Fachpädagogin Gertrud Schapöhler. „Aber entscheidend ist, dass die Schulleitung komplett hinter dem Gedanken der Inklusion steht“, sagt sie. „Es ist eine Frage der Offenheit. Wenn andere Schulen sagen: Bitte hier nicht, sagen wir: Ja, bitte gern.“

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Hier der Originalartikel vom 12.07.2021

 

 

IGS List Projektschule Robotik- und Technologielabor

Ab dem Schuljahr 2021/22 besitzt die IGS List ein modern ausgestattetes
Technologielabor mit dem Schwerpunkt in der Robotik. Als Schule, die in
ihrer SchülerInnenschaft den Querschnitt der Gesellschaft abbildet, möchte die IGS List
SchülerInnen moderne und industrienahe Berufe (Berufsvorbereitung) und
Wissenschaftsbereiche (Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe)
nahebringen. Zudem wird an der IGS List Inklusion aktiv gelebt.
SchülerInnen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung können
niedrigschwellig mit einem kollaborativen Roboter interagieren, da eine
Bedienung des Roboters über ein vereinfachtes App-System möglich ist.

Franka Emika Panda Roboter ©

Um diese Ziele zu erreichen, werden die SchülerInnen in ihrer Schulzeit
mindestens 2-3 mal im Regelunterricht mit den Robotern arbeiten. So
werden in den Fächern Naturwissenschaften (Jg. 6: Modelle), AWT (Jg. 7:
techn. Zeichnen) und Gesellschaftslehre (Jg. 8: Industrialisierung und
Automatisierung) neben den Inhalten des Faches auch Lernsituationen
geschaffen werden, in denen sie passende Anwendungen mit den Robotern
programmieren.

Lehrer Johannes Felbermair beim Einrichten

Neben dem technischen Verständnis bietet dieser Zugänge für SchülerInnen
mit Sprachbarrieren an, Interesse wecken kann, da hier vorwiegend
technischen Verständnis und Logik im Vordergrund steht. Somit wird in
vielen Fächern ein motivierender Zugang geboten.

Zusätzlich zu den den Robotern wird das Technologielabor mit zwei modernen 3D-Drucker (s.u.) ausgestattet sein, die vor allem im AWT-Bereich eingesetzt werden. Damit ist die IGS List Projektschule Mensch-Roboter-Kollaboration.

Ab dem Schuljahr 2021/22 wird zudem auch das Wahlpflicht- und AG-Angebot
erweitert. So stehen SchülerInnen aus den oberen Jahrgängen in einer
Robotik-AG zur Verfügung und können Teil des Ganzjahresprojektes in
Jahrgang 10 werden. In den unteren Jahrgängen 5-7 wird es eine
Aufspaltung der AG in eine AG nur für Mädchen und nur Jungen geben, da
in den vergangenen Jahren die Mädchen in der Robotik-AG signifikant
unterrepräsentiert waren.

Ausstattung des Technologielabors:
– 1 x Industrieroboter: Franka Emika Panda (https://www.franka.de/de/ und https://www.youtube.com/watch?v=bXo68UFNyhk)
– 16 x Desktop-Roboterarme: Dobot Magician (https://www.dobot.de/produkte/dobot-magician-4-achsen-roboter/
und https://www.youtube.com/watch?v=ggT4hz5tM_0)
– 1 x 3D-Drucker
– 6 x LEGO Mindstorms EV3
– DIY-Roboterarme zum Basteln
– 16 x moderne Windows-Notebooks sowie die Möglichkeit mit iPads zu arbeiten
– 6 x Raspberry Pi4 + Sensoren-Set

Ansprechpartner: Johannes Felbermair (Lehrer – Naturwissenschaften)
Email: johannes.Felbermair@igs-list.de

– Neue Hygieneregeln – für den Unterricht, die Pausen und die Mensazeiten

(21.08.2020)

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

das neue Schuljahr fängt an und wir freuen uns schon sehr auf Ihre Kinder.

Wie Sie sicher aus den Medien entnommen haben, startet der Unterricht wieder mit Präsenzunterricht in voller Klassenstärke. Klassenübergreifende Angebote und der Sportunterricht dürfen wieder stattfinden. Sogar jahrgangsübergreifende Angebote im WPK- und AG-Bereich können wieder stattfinden, sofern sie auf zwei Jahrgänge beschränkt sind. Die Vorgaben nennen diese Doppeljahrgänge „Kohorten“. Wir organisieren den Stundenplan, die Pausenaufenthaltsbereich und die Pausen-/Mensazeiten entsprechend der Kohorten 5/6, 7/8 und 9/10.

Damit trotzdem der Infektionsschutz gewahrt wird, müssen zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden:

  • Es besteht Maskenpflicht im Schulgebäude und auf dem Schulhof. Lediglich am Platz im Klassenraum und am Tisch in der Mensa darf die Maske abgesetzt werden.
  • Es dürfen ausschließlich die Toiletten im eigenen Jahrgangsbereich benutzt werden und die Anzahl der Nutzer ist begrenzt. Eine detaillierte Info ist an den Toiletteneingängen angeschlagen.

Der Hygieneplan gibt weiterhin folgendes vor:

  • Eine Begleitung von Schülerinnen und Schülern, z. B. durch Eltern oder Erziehungsberechtigte, in das Schulgebäude und das Abholen innerhalb des Schulgebäudes ist grundsätzlich untersagt und auf notwendige Ausnahmen zu beschränken. Das Nachbringen von Materialien, Schlüsseln etc. gilt nicht als notwendig.

Mensabetrieb

Es kann ab sofort wieder in der Mensa gegessen werden. Allerdings dürfen bis auf Weiteres nur Tellergerichte ausgegeben werden. Daher kann im Augenblick weder Müsli noch Salat bestellt werden und auch das zusätzliche Angebot von Salat und Obstsalat kann es zurzeit nicht geben. Die Essensausgabe erfolgt in drei Zeitfenstern für jeweils einen Doppeljahrgang (s.o.). Ohne vorherige Bestellung kann nicht mehr gegessen werden.

Ich wünsche uns allen einen schönen und möglichst stressarmen Schulstart.

Petra Hoppe – Gesamtschuldirektorin –

Überduchschnittliche Ergebnisse in Mathe und Natur

IGS List erzielt sehr gute Ergebnisse in Mathematik und Naturwissenschaften im bundesweiten Vergleich

2018 hat der damalige 9. Jahrgang an den bundesweiten Untersuchungen zum IQB-Bildungstrends (Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen) teilgenommen. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen seit Ende 2019 vor. Überprüft wurden die Kompetenzbereiche Fachwissen und Erkenntnisgewinnung in den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften. Im Durchschnitt erreichten die Schülerinnen und Schüler in Deutschland 450 Punkte. Die Schülerinnen und Schüler der IGS List liegen in allen Bereichen um 50 Punkte über dem Durchschnitt.

Hier eine Übersicht zu der Studie und zu einzelnen Ergebnissen:  Schulspezifische Ergebnisse

Lernen im Dialog gestalten

Das Zusammenspiel von den vier Instrumenten Lernförderliches Feedback – Lerndialog – Lernentwicklungsordner – Lernentwicklungsbericht trägt an der IGS List zur Entwicklung der Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler bei. Dafür wurde die Schule 2018 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet. Der Film zeigt anschaulich die wesentlichen Elemente.

Den gesamten Artikel zum Video gibt es hier unten auf:

 

 

 

 

Antrittsrede der neuen Schulleiterin

Viele werden sich fragen, was ändert sich denn jetzt, wenn Dr. Petra Hoppe Schulleiterin der IGS List ist und was wird bleiben. Wie ist denn ihr Bild von einer guten Schule?

Also, ich bin davon überzeugt, dass Schule so gestaltet werden muss, dass sich alle Beteiligten wohl fühlen. Denn nur wenn man sich wohl fühlt, kann man etwas lernen. Und wenn man sich wohl fühlt, kann man auch guten Unterricht machen. Schule ist also nicht ein Haus, in dem Wissen vermittelt wird, sondern Schule ist ein Lebensraum.

Schülerinnen und Schüler sollen in Schule so gefördert werden, dass sie sich bestmöglich entwickeln können.

  • Dazu gehört meiner Meinung nach vor allem eine gute Beziehung zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern. – Lernen ist Beziehung.
    • D.h. es ist sehr wichtig, dass Lehrkräfte eine Lerngruppe über einen möglichst langen Zeitraum unterrichten. Erst dann lernt man seine Schülerinnen und Schüler richtig gut kennen und findet gemeinsam heraus, welche Hilfsmittel, Forder- und Fördermaßnahmen für die einzelnen Personen sinnvoll und zielführend sind.
    • D.h. es müssen neben dem Unterricht noch andere Aktionen stattfinden, die die Beziehung stärken: Projekte, Klassenaktionen, Klassenfahrten.
  • Für eine möglichst gute Förderung ist es aber auch notwendig, dass angemessene Anforderungen im Fachunterricht gestellt werden. Guter differenzierter Unterricht mit projektartigen Phasen bietet den Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten ihr Potential zu entfalten. Unterrichtsentwicklung war und ist einer meiner Schwerpunkte. Ich bin davon überzeugt, dass Unterrichtsentwicklung nur im Team gelingen kann. Mit der Erstellung von differenzierten Materialien für jede Unterrichtseinheit ist der einzelne überfordert.
  • Die Schule muss Angebote vorhalten, die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bieten, sich zu engagieren (Projekt Verantwortung, Schüler coachen Schüler, Paten, SV, WPK Internationale Politik…) und sich erproben, Projekt „Herausforderung“, Outdoor-AG…, um nur einige zu nennen. Auf diese Weise ist es möglich seine Persönlichkeit zu entwickeln und zu stärken.
  • Schule muss so gestaltet sein, dass Schülerinnen und Schüler Dinge lernen, die für das Leben wichtig sind. Dazu gehören vor allen Dingen die Fähigkeit zur Teamarbeit und die Fähigkeit, sich Inhalte selbst zu erarbeiten. Darüber hinaus ist es wichtig in Schule Möglichkeiten zu gestalten, damit die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten entdecken, um eine Idee zu entwickeln, welchen berufliche Richtung sie später einschlagen können. Dazu gehören neben einem vielfältigen WPK-, AG-Angebot, auch Forschungsvorhaben, Schülerfirmen, Potentialanalysen, das freie Projekt und die Praktika.

Eine gute Schule, die so vielfältige Dinge leistet, kann man nur im Team entwickeln und gestalten. Ein demokratischer Führungsstil ist mir wichtig. Jeder ist in seinem Bereich verantwortlich und wird ernst genommen. Ausgehend von einer gemeinsamen Vision werden die nächsten Schritte gemeinsam geplant und umgesetzt. Nur auf diese Weise werden Maßnahmen in der Breite auch umgesetzt. Die Umsetzung der gemeinsam vereinbarten Maßnahmen wird evaluiert, so dass ggf. nachgesteuert werden kann. Auch das ist mir wichtig.

Vieles von dem, was ich gerade angesprochen habe, wurde in der Vergangenheit in meiner Tätigkeit als Didaktische Leiterin schon deutlich.

Für meine neue Funktion als Schulleiterin nehme ich mir vor, möglichst nur einen zentralen Schwerpunkt in der Schulentwicklung pro Schuljahr zu setzen und umfassende Vorhaben gut zu Ende zu bringen, bevor ein neues begonnen wird. Ein zentrales Arbeitsfeld sehe ich im Bereich der Inklusion und in dem Zusammenhang speziell in der Planung von differenziertem Unterricht – möglichst ohne eine Vielzahl von verschiedenen Arbeitsblättern. In diesem Zusammenhang ist mir auch der Fokus der Unterrichtsplanung wichtig. Bildung für nachhaltige Entwicklung sollte in allen Fächern in den verschiedensten Zusammenhängen eine zentrale Rolle spielen.

Dr. Petra Hoppe

 

IGS List – Preisträger des Deutschen Schulpreises

„Wir haben gewonnen“ – Die IGS List feiert den 2. Platz

Das sagt die Presse zu unserem Erfolg:

HAZ I HAZ II plus Fotogalerie Neue Presse I Neue Presse II

Fernsehaufzeichnung der Preisverleihung aus Berlin (rbb):

 

Fernsehaufzeichnung während der Preisverleihung aus Hannover (ndr):

IGS List mit der Pyramide der Weisheit
IGS List mit der Pyramide der Weisheit

IGS List

Eine Schule zum Lernen und Leben!

An der IGS List wird das Miteinander groß geschrieben. Klare Regeln und das Bemühen um Toleranz bilden die Grundpfeiler unserer Gemeinschaft. Als Stadtteilschule für alle wollen wir unseren Schülern die beste Entwicklung ermöglichen und sie nach ihren individuellen Fähigkeiten fördern und fordern. Damit dies gelingt, arbeiten die Lehrer in allen wichtigen Fragen zu Erziehung und Unterricht eng im Team zusammen. So wird eine Klasse immer von zwei Klassenlehrern geleitet. Dieses ()Tandem begleitet die Schüler im Regelfall während der gesamten Schulzeit an der IGS List. Sie kümmern sich um eine gute Klassengemeinschaft und eine positive Lernentwicklung der ihnen anvertrauten Kinder. Die acht Klassenlehrer eines Jahrgangs bilden das Jahrgangsteam, das die Projektarbeit, die Methodentage, das kooperative Lernen und alle anderen Aktivitäten gemeinsam plant und durchführt. Wir suchen den Dialog mit Schülern und Eltern und sorgen dafür, dass unsere pädagogische Arbeit für neue Impulse stets offen ist.

Lebendige Schulkultur

Viele Veranstaltungen, Aktivitäten und Projekte prägen das Schulleben an der IGS List. Bei uns gibt es Bläserklassen- und Chorkonzertabende, Theateraufführungen, Lesungen, Sportfeste, Auslandsfahrten, einen Schulzoo, tolle AGs und vieles mehr. Um das Lernen spannend und abwechslungsreich zu gestalten, arbeiten wir auch viel mit externen Institutionen und Fachkräften zusammen und suchen Lernorte außerhalb der Schule auf.

Räume zum Wohlfühlen und Lernen

Das moderne äußere Erscheinungsbild der Schule setzt sich innen fort. Der naturwissenschaftliche Bereich ist optimal ausgestattet und für spezielle Fördermaßnahmen gibt es an der IGS List einen eigenen Lerncoaching-Raum. Ein Jahrgang bildet bei uns immer eine räumliche Einheit mit einem Jahrgangsbereich. Das fördert auch das Zusammengehörigkeitsgefühl. Wir achten darauf, dass alle Bereiche der Schule mit künstlerischen Werken unserer Schüler ästhetisch schön gestaltet sind und sich in einem guten Zustand befinden. Wo man sich wohlfühlt, geht man auch gern hin.

Der Dalai Lama besucht die IGS List

Am 18.9.2013 war es soweit, nach einer langen Vorbereitung besuchte der Dalai Lama die IGS List. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich in den Wochen zuvor im Unterricht und mit Projekten auf den Besuch vorbereitet, um mit ihm über Ihre Arbeit ins Gespräch zu kommen und ihm eine lebendig Schule zu zeigen. Aufgrund von Sicherheitsvorkehrungen kam dieser nahe Austausch nicht zu stand, dennoch war es ein hautnahes Erlebnis, als der Dalai Lama durch eine Schülerschaft von 450 Schülerinnen und Schülern über den Pausenhof zur Aula ging und hier ein Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern führte.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in der SchulZeit Nr. 42.

Die Bilder mögen einen Eindruck dieses besonderen Erlebnisses geben.

Der Dalai Lama im Foyer der IGS List
Auf der Bühne
Erschwerte Bedingungen, der Dalai Lama hat schlaue Lösungen
Der Dalai Lama auf dem Weg in die Aula
Abschied