Anerkennung für Mooreinsätze

In Anerkennung der zahlreichen Einsätze der IGS List im Bissendorfer Moor erteilten
der Bürgermeister der Stadt Langenhagen Mirko Heuer und die Naturkundliche Vereinigung Langenhagen
der IGS List ein Zertifikat für hervorragenden Beitrag zum Klimaschutz.

Ziel dieser Einsätze sind einerseits die Erhaltung der wertvollen und schönen Ökosysteme in der Hannoverschen Moorgeest und andererseits die Wissensvermittlung über die Strukturen der Hochmoorökosysteme.
Da Hochmoore unglaublich viel CO² speichern, ist ihr Erhalt auch ein äußerst wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.
Um diese Funktionen aufrecht erhalten zu können, müssen die Hochmoorflächen frei von Baumaufwuchs gehalten werden, deshalb wurden die Flächen gemeinsam mit ca. 150 Schüler*innen und ca. 50 Erwachsenen „entkusselt“ (Birken und Kiefern wurden gefällt).

Hier einige Eindrücke der Einsätze 2019 und 2020.

Die Seite visit-hannover zeigt ein interaktives Panoramabild vom Bissendorfer Moor – mit Bäumen, nicht „entkusselt“ und ohne Bäume, „entkusselt“.

Oberbürgermeister eröffnet Technologielabor Robotik

Eröffnung des neuen Robotiklabores an der IGS List am 20.09.2021 durch Belit Onay.

Zur Eröffnung des Labors hat der Oberbürgermeister Belit Onay ein Grußwort gesprochen und besuchte anschließend die Schülerinnen und Schüler bei der Arbeit im Labor. Hier einige Eindrücke auf Instagram.

Lehrer und Laborleiter Felbermair mit Schulleiterin Hoppe und Oberbürgermeister Onay
Oberbürgermeister Belit Onay durchschneidet das Band zum Technologielabor

Im Januar 2021 wurde die IGS List durch die Landesinitiative n-21 als Projektschule zur Einrichtung eines Technologielabors für Robotik ausgewählt.
Das Projekt wurde mit einer Summe von 50.000€ gefördert. Seit März 2021 wurde fieberhaft an der Einrichtung des Labors gearbeitet, damit das Labor nach den Sommerferien genutzt werden kann. Inzwischen sind ein großer, originaler Industrieroboter und 16 kleinere Roboter für die Lernenden angeschafft worden und die Einrichtung des Labors ist abgeschlossen.

Seit den Sommerferien wird das Labor von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5-10 genutzt. Neben zahlreichen Arbeitsgemeinschaften werden Wahlpflichtkurse aber auch Fachunterricht Gesellschaftslehre, Naturwissenschaften und Arbeit-Wirtschaft-Technik in dem Technologielabor stattfinden.

Bildergalerie von gespannten und begeisterten Schüler*innen mit ihren Lehrern im Unterricht:

 

 

Sigrid Guski ist tot

Nachruf für unsere Freundin und Kollegin Sigrid Guski

Am Abend des 20.07.2021 ist Sigrid Guski nach schwerer Krankheit verstorben.

Sigrid gehörte zu den Aufbaugenerationen der IGS List und war Kollegin bis 2010. Sie hat die IGS List geprägt und dazu beigetragen, dass die Schule heute ist, wie sie ist. Sigrid unterrichtete die Fächer Gesellschaftslehre, Arbeit-Wirtschaft-Technik und in ihrer Klasse auch Werte und Normen. Sie war politisch aktiv, gewerkschaftlich vernetzt und setzte sich als Personalrätin hartnäckig und unbeirrbar für die Belange der Schule und das Kollegium ein.

Wir haben Sigrid als überaus engagierte Kollegin geschätzt, die sich immer sehr für ihre Schülerinnen und Schüler eingesetzt hat. In ihren Fächern war sie als Teamkollegin beliebt und sie hat gerne andere an ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung teilhaben lassen.

Das Jahrgangsteam hat Sigrid bereichert, weil sie auch ungewöhnliche Ideen eingebracht hat oder Gewohntes hinterfragte. Als Klassenlehrkraft war sie eine absolut zuverlässige Partnerin, die offen für neue und besondere Projekte und Aktionen war.

Als Personalrätin hat sich Sigrid mit ganzer Kraft eingesetzt. Beharrlich und argumentationsstark hat sie ihren Standpunkt vertreten und ist dabei immer sachlich und fair geblieben. Sie hat furchtlos auch unliebsame Themen angesprochen und sich dabei nicht beirren lassen, wenn die Erfolgsaussichten nicht so günstig waren.

Mit ihrem Engagement, ihrer Lebensfreude und ihrem Kampfgeist wird Sigrid uns immer in Erinnerung bleiben.

Wir werden dich vermissen!

Im Namen der Schulgemeinschaft
Petra Hoppe

Erneuter besuch von Prof. Antes in der GOS

Auf die Perspektive kommt es an: Von den Sichtweisen der Welt und der Weltsicht der Sprachen

Zum fünften Mal seit Bestehen der Gemeinsamen Oberstufe lud Fachlehrerin Ulla Meyer den bekannten Religionswissenschaftler Prof. Dr. Dr. Peter Antes in Zusammenarbeit mit Kursleiterin Nabila El-Sayed Werte- und Normen-Kurs JG 11 der GOS (gemeinsame Oberstufe) ein – dieses Jahr coronabedingt im bewusst kleinen Kreis. Im Vorfeld hatten die Schüler*Innen Fragen formuliert, die Frau Meyer ihrem ehemaligen Professor zur Vorbereitung zur Verfügung stellte, um schülerorientiert das aufzugreifen, was Schüler*Innen von heute bewegt.

Die Welt vom Süden aus gesehen

Zum großen Erstaunen der Kursteilnehmer begann Professor Antes seinen Vortrag mit unterschiedlichen Weltkarten, die – je nach Kontinent – unterschiedliche Sichtweisen der Welt boten: So erkannten die Schüler auf der neuseeländischen Weltkarte, dass Europa sich kopfüber rechts unten und unscheinbar am Rand befindet, während es äußerst nordwestlich positioniert auf der indonesischen Weltkarte platziert ist, wodurch China zwischen Afrika, dem südlichen Australien und dem östlichen Nord- und Südamerika als „Reich der Mitte“ erscheint. Der Blick auf unsere gewohnte Weltkarte mit Europa oben und in der Mitte und den ferneren Kontinenten Asien und Australien schien plötzlich keineswegs mehr selbstverständlich oder für alle auf der Welt gültig: Die jeweiligen Perspektiven sind – im wahrsten Sinne des Wortes – Welt-Anschauungen, die die Elftklässler, die sich auf die ungewohnte Wahrnehmung des Fremden eingelassen haben, sehr überrascht haben, Fazit: Jeder sieht sich im Zentrum und entsprechend die Welt.

In ähnlicher Weise vermitteln auch die unterschiedlichen Sprachen ganz bestimmte Welt-Anschauungen, fuhr Professor Antes in seinem spannenden Vortrag fort. Beispielsweise beinhaltet der deutsche Begriff: „Himmel“ sowohl die religiöse als auch die kosmologische Dimension, während es im Englischen für die beiden Dimensionen unterschiedliche Begriffe gäbe: „heaven“ für den religiösen Himmel und „sky“ oder „clouds“ für den sichtbaren Himmel. Weitere Schülerfragen bezogen sich auf Themenbereiche wie Religion und Politik, Kriege, das Verhältnis der Weltreligionen zueinander und die Theodizeefrage.

Auf die Schülerfrage nach dem beruflichen Werdegang erfuhr der WN-Kurs, dass das ursprüngliche Berufsziel von Prof. Antes, Priester zu werden, nicht umgesetzt wurde, weil ihn die unterschiedlichen monotheistischen und polytheistischen Religionen weltweit faszinierten: So studierte er die Religionen in ihrer gelebten Form in den jeweiligen Ländern, lernte neben Hebräisch und Altgriechisch auch Arabisch, Sanskrit und Chinesisch sowie zahlreiche andere Sprachen, um die Religionen und deren Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens und nach Gott, Göttern oder dem Heiligen weltweit zu erforschen. 1973 wurde er mit 30 Jahren als jüngster Professor auf den Lehrstuhl für Religionswissenschaft nach Hannover berufen und hat nicht nur Religionswissenschaftler, sondern auch WN-Lehrer ausgebildet, zudem hat er in verschiedenen europäischen Ländern wie weltweit im Rahnen wissenschaftlicher Kongresse nachhaltig gewirkt.

Auf die Frage, nach der eigenen Religiosität und ob es einen Gott gäbe oder alles Zufall sei, erfuhren die Schüler*Innen, dass vieles noch nicht erforscht sei und zahlreiche Fragen offen blieben. Aber wie es beim Anblick des kunstvollen Rathauses von Hannover für Prof. Antes absurd sei zu sagen, dass das Rathaus durch Zufall entstanden sei, so sei es für ihn unglaubwürdig zu denken, das Universum sei mit all seinen genau berechenbaren Gesetzmäßigkeiten ein reines Zufallsprodukt. Nicht auszuschließen ist, dass es weitere Gesetzmäßigkeiten gibt und bislang unbekannte Phänomene in Zukunft entdeckt werden. Ein Blick auf die letzten zweihundert Jahren zeigt, dass sich die Welt so rasant verändert hat, dass heute Dinge für uns alltäglich geworden sind, von denen man zu Goethes Zeiten noch einmal zu träumen wagte.

Natürlich wollten die Schüler*Innen auch Tipps für ihre Berufswahl bekommen und fragten nach Entscheidungshilfen für ihren Werdegang. So wollte Sara B. aus der 11b wissen, welche Zielsetzung man im Studium und im Beruf anstreben sollte. Prof. Antes sagte, es sei wichtig, die Wahl mit persönlichen Visionen von einem Idealbild des Berufes zu verbinden und gezielt durch Ferienjobs darauf hinzuarbeiten und Netzwerke zu bilden, aber gegebenenfalls auch bereit zu sein, umzupolen. Sehr wichtig dabei ist, sich auf fremdes Denken einzulassen: Kommunikation in einer Weltsprache ist dabei die Plattform zur Verständigung und zur Teilhabe an unterschiedlichen Weltsichten und Sichtweisen in Toleranz und Akzeptanz auf unserem immer stärker vernetzten Planeten.

Prof. Dr. Dr. Peter Antes, Lehrerin Ulla Meyer und die Kursteilnehmer

Mit lang anhaltendem Klopfen dankten die WN-Schüler*Innen der Gemeinsamen Oberstufe Herrn Professor Dr. Dr. Antes für seinen gelungenen Vortrag. Auf seinen Besuch an der GOS im nächsten Schuljahr freuen wir uns schon heute!

Ulla Meyer

Hier weitere Informationen zur Personvon Prof. Antes

Und hier ein interessanter Vortrag zum Verhältnis Bibel und Koran: Teil 1 Teil 2

 

Ein Bild, das Text, Person, drinnen enthält. Automatisch generierte Beschreibung

Film der 9b unter den Top Ten

Wahlpflichtkurs aus 9 kommt unter die TOP 10 beim Niedersächsischen Kurzfilm-Wettbewerb

 

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zur TOP-10-Platzierung! Ein Bild, das Vorhang enthält. Automatisch generierte Beschreibung

Die Schüler*innen des Wahlpflichtkurses Internationale Politik aus Jahrgang 9 haben dieses Jahr erfolgreich am Niedersächsischen Kurzfilm-Wettbewerb „BÄNG. Plötzlich alles anders“ teilgenommen: Sie gewannen Film-Workshops und ein Film-Team aus der 9b kam trotz der erschwerter Corona-Drehbedingungen unter die TOP 10 des Wettbewerbs. In ihrem Film „Aus der Heimat geflohen – Menschlichkeit statt Ignoranz“ interviewen sie Munir, der mit 10 Jahren aus Afghanistan flüchtete, und fragen u.a. beim Oberbürgermeister persönlich nach, warum Hannover nach den Bränden in Moria nicht mehr Geflüchtete aufgenommen hat.

Die Inklusion darf nicht stocken

 

Die Inklusion stockt – was Schulen brauchen, damit das gemeinsame Lernen gelingt

Dienstagvormittag, zweite Stunde an der Integrierten Gesamtschule (IGS) List in Hannover. Mathe in der 5f. „Achsensymmetrie“ ist das Thema. 25 Kinder arbeiten an Gruppentischen. Ein paar zeichnen mit dem Zirkel gemeinsam Kreise, einige rechnen Aufgaben, ein paar machen nichts und quatschen. Eine Lehrerin und ein Lehrer gehen von Tisch zu Tisch, dorthin, wo sie gerufen werden. Soweit, so normal. Läuft, würden die Fünftklässler sagen. Frage: Wer sind die fünf Inklusionsschüler mit Förderbedarf?

Auf den zweiten Blick sind die Besonderheiten zu erkennen. Ein Mädchen führt den Zirkel mit spastisch verkrümmter Hand. Bei ein paar Jungs und Mädchen sehen die Arbeitsblätter anders aus, sie sind übersichtlicher gestaltet und haben einfachere Aufgaben. Gegen Ende der Stunde wird es unruhig. Zwei Jungs sollen an einem Stehtisch arbeiten. Einer von ihnen stößt zwischendurch seinen Kopf gegen die Tafel.

Autismus, Lernbehinderung und Körperbehinderung sind die Besonderheiten in dieser Klasse. „Das funktioniert nur gut, wenn zwei Lehrer im Unterricht sind“, sagt Mathe-Lehrer Dirk Tönnies. „Der tägliche Spagat ist riesig.“ Er muss seinen Unterricht nicht nur auf die Behinderungen abstimmen, sondern auch auf die unterschiedlichen Lernniveaus von Hauptschule bis Gymnasium – die IGS ist eine Gesamtschule. „Aber es geht natürlich. Dabei lerne ich von der Förderlehrerin und sie von mir Mathe“, sagt Tönnies.

Respekt „Wie geht ‚warme Dusche‘?“ steht auf einem Plakat an der Wand und liefert dutzende Beispielsätze mit: Du bist humorvoll, du kannst toll zeichnen, du hörst gut zu und so weiter. Der respektvolle Umgang ist allgegenwärtiger Teil des Lehrplans. Zum Schulstart in der fünften Klasse bekommen alle Kinder ein Sozialtraining per Coach. „Inklusion muss früh angebahnt werden, damit es selbstverständlich wird“, erklärt Gertrud Schapöhler, die Fachbereichsleiterin Inklusion an der Schule.

Etwa sieben bis neun Prozent der Schüler haben einen Förderbedarf. Aber es gibt in jedem neuen Jahrgang viele „Wundertüten“, so nennen die Pädagogen die Schüler ohne festgestellte Diagnose aber Bedarf an extra Unterstützung. Drei feste Fachpädagoginnen für Lernbehinderung gehören zum IGS-List-Schulteam, dazu kommt eine weitere für geistige Entwicklung, die von der Förderschule abgeordnet ist. Es sollen seit langem vier feste Förderlehrer sein, das wurde ihnen vom Land zugesagt. Sie ziehen genervt die Augenbrauen hoch, wenn das Thema darauf kommt.

Das Angebot beeindruckt. Es gibt Extra- räume, um in kleinen Teams zu lernen und eine „soziale Gruppe“, in der Konflikte gemeinsam besprochen werden. Es gibt Hühner und einen Garten. Lehrerteams werden nach Bedarf umgestellt, wenn es für die Schüler nötig ist und Wände werden auch mal versetzt, damit es passt. Die IGS List wurde 2018 mit dem zweiten Platz des Deutschen Schulpreises ausgezeichnet.

Ausnahme Auch zwölf Jahre nach Unterzeichnung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland ist inklusiver Unterricht wie an der IGS List die Ausnahme, nicht die Regel. Eine Untersuchung im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung und der Deutschen Schulakademie zeigt, dass der Inklusionsprozess stockt. Der Anteil der inklusiv beschulten Förderschüler an allen Schülern betrug 2,7 Prozent im Jahr 2015 und 3,4 Prozent im Jahr 2019. Viele Eltern von Kindern mit Behinderung wählen für ihr Kind weiter die Förderschule.

Manche werden gleich zu Anfang abgewimmelt. Wie etwa Andrea Köring, die ihre Tochter Sophie bei der Grundschule in der Nachbarschaft im Norden Berlins anmelden wollte. Die zwei älteren Kinder der Pädagogin waren hier zur Schule gegangen. Sophie kam als Frühgeburt zur Welt und ist entwicklungsverzögert. Zu ihren Schwächen gehört, dass sie sich schlecht orientieren kann. „Die Schule ist sehr klein, das hätte Sophie gut hinbekommen“, sagt Andrea Köring.

Aber der Schulleiter erklärte, die zusätzlichen Stunden für Sophies Förderbedarf würde er bei einem Lehrer-Ausfall dafür verwenden, den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten – nicht für ein einzelnes Kind. Und er hätte ohnehin nicht genügend Lehrer. Andrea Köring hat sich schweren Herzens für die Förderschule für körperliche Entwicklung entschieden. „Bereut habe ich das nicht. Die Fördermöglichkeiten sind hier einfach viel besser.“

Auch dort, wo Schulen bereit für Inklusion sind, läuft es nicht immer glatt. Wie bei Nik, einem groß gewachsenen 17-Jährigen mit Basecap und offenem Blick. Er hat eine Intelligenzminderung und motorische Probleme. Mikrozephalie lautet seine Diagnose, eine angeborene Verkleinerung des Schädels. Nik besuchte sechs Jahre lang als Inklusionsschüler eine Montessori-Schule in Berlin. „Er war zwar dabei, aber er wurde nicht wirklich gefordert und gefördert“, so die Erfahrung seiner Mutter Axinja Heydolph. „An seinen Entwicklungsstand angepasste Aufgaben gab es nicht.“

Stattdessen merkte sie, wie seine Fähigkeiten im Rechnen und Lesen immer schlechter wurden. Als nach der sechsten Klasse der Wechsel in die weiterführende Schule anstand, gab es eine Hilfekonferenz: „Da wurde mir klar, dass die Schule keinen Plan hatte, wie sie Nik fördern konnte“, sagt Heydolph. „Und auch auf die Frage, was danach beruflich passieren könnte, hatte sie keine Antwort.“ Trotz tollem Engagement einzelner Lehrer zog sie die Reißleine. Nach einigen Probetagen an einem Förderzentrum für Körperbehinderung wollte Nik wechseln. Dort ist er jetzt in einer Klasse für geistig Behinderte.

Druck Was gefällt ihm an seiner neuen Schule? Nik sitzt im Gartenstuhl auf der Terrasse seines Elternhauses. Die Badetasche steht bereit, er will später noch zum Schwimmen. „Alles“, sagt Nik. „Ich lerne jetzt einfach mehr, mehr Mathe und mehr Deutsch.“ An der alten Schule, sagt er, „haben sie nicht mal gemerkt, wenn ich für die Aufgaben einen Taschenrechner benutzt habe“. Hatte er dort Schulfreunde? „Die Mitschüler waren alle freundlich. Aber wenn ich mich verabreden wollte, hieß es: Ich hab doch keine Zeit.“ Die Mutter hat den Eindruck, dass „viel Druck von ihm abgefallen ist, seit er auf dem Förderzentrum ist“.

Heinz-Peter Meidinger, der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, fordert, erst die Regelschulen besser für die Inklusion auszustatten, bevor Förderschulen geschlossen werden. „Mich erreichen wöchentlich Klagen der Lehrer, dass die nötigen Zusatzstunden für Inklusionsschüler einfach nicht genehmigt werden. Sie fühlen sich oft als Einzelkämpfer und fachlich total überfordert.“ Kleinere Lerngruppen, zusätzliche Lehrerstunden und das Zwei-Lehrer-Prinzip seien die Bedingungen, damit Inklusion gelingen kann. „Das ist eine Kostenfrage und beim derzeitigen Lehrermangel auch ein Personalproblem.“

Meidinger hat jahrelang an einem Gymnasium im bayerischen Deggendorf Erfahrung mit Jugendlichen mit Hörbehinderung und mit Autismus-Spektrum-Störungen gemacht. Sein erster Schüler, der mit einer starken Hörbehinderung von einer Spezialschule auf sein Gymnasium kam, hat das Abitur gemacht. Meidinger plädiert für mehr Mut bei der Inklusion: „Es wird nicht immer gelingen, aber man sollte es viel öfter versuchen.“

Zurück zur IGS List nach Hannover. Was ist der springende Punkt, damit Inklusion so selbstverständlich wird wir hier? Es gibt ein paar, sagt Fachpädagogin Gertrud Schapöhler. „Aber entscheidend ist, dass die Schulleitung komplett hinter dem Gedanken der Inklusion steht“, sagt sie. „Es ist eine Frage der Offenheit. Wenn andere Schulen sagen: Bitte hier nicht, sagen wir: Ja, bitte gern.“

Auch als PDF Download

Hier der Originalartikel vom 12.07.2021

 

 

Selbstgemachtes Eis im Schul-Kiosk

Hurra ein neuer Eissnack für den Kiosk ist da!

Endlich haben wir für den Schulkiosk eine Alternative zu den bisher so beliebten, bunten (künstlich gefärbten) zuckerwässrigen Eistütchen gefunden. Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem langen Weg zu „WENiGER WEIßER ZUCKER UND WENIGER PLASTIKMÜLL“, woran die Freunde des Kiosks seit Jahren arbeiten.

Dagmar Knopf hat ein tolles Rezept zum Selbermachen gefunden: Banane, Pfirsich und Kokosmilch werden vermischt und über Nacht ins Eisfach gelegt. schon sind super leckere Eisstückchen fertig, die prima zwischen zwei Kekse (zuckerreduzierte Variante) passen.

Dagmar Knopf mit ihrer Kreation

 

Nele, Carolin und Ceylin aus der 7f
haben sich mit einem Standmixer ans Werk gemacht
und ihrer Klasse sowie einigen
„Freiwilligen“ eine Kostprobe gegeben.

 

 

 

 

 

Die einheitliche Meinung war, dass dies ein wirklich leckeres Eis geworden ist. Demnächst können also alle Eisfans am Kiosk dieses Eis kaufen. Weiter Kostproben sind in naher Zukunft geplant! Haltet euch also bereit.

begeisterte Verkostung

 

Werkstattkonzert

Am Donnerstag, 08.07. findet auf dem Schulhof ein sogenanntes Werkstattkonzert aller fünf Bläserklassen statt.

Nach dem Motto „Klein, aber fein“, Lockdown und Halbklassenszenarien zum Trotz werden Darbietungen der einzelnen Register (Flöten, Klarinetten etc.) eine wichtige Rolle spielen.

Gäste aus Elternschaft, interessierte Kolleg*innen und Schüler*innen aus Parallelklassen dürfen dabei sein; alle anderen Bläserklassen sowieso.

Es gelten 1,50m Abstandswahrung bzw. Maskenpflicht bei Unterschreitung der 1,50m.

Damit wir dokumentieren und planen können, bitten wir um Anmeldung bis zum 6.7. entweder unter cordula.lustig@igs-list.de oder musik@igs-list.de, Betreff „Werkstattkonzert“ mit Zeitfenster, in dem geplant ist zu kommen. Schüler*innen können einzeln mailen oder die KL*innen schicken die Info gesammelt.

Die Klassen spielen jeweils ca. 30 Minuten:

– 5b ab 9.45 Uhr,
– 6b ab 10.15 Uhr,
– 7b ab 10.45 Uhr,
– 8b ab 11.30 Uhr,
– 9b ab 12.00 Uhr.

Es gibt eine Einlasskontrolle (Fußballfeld), bei der per Unterschrift und Angabe der Uhrzeit (Einlass) die Anwesenheit bestätigt wird.

Das Konzert findet trotz der unklaren Wetterlage auf jeden Fall statt. Die Bläserklassen spielen AUS der Mensa HERAUS.